Leben im Holzhaus
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Handelsverbot für illegales Holz

Die EU hat im Oktober 2010 über ein Verbot für illegale Holzimporte entschieden. Doch einige Mitgliedsstaaten, in denen die Holzindustrie eine große Rolle spielt, versuchten dies zu verhindern.

 

Wälder sind lebensnotwendig, trotzdem werden weltweit täglich Millionen Quadratmeter Wald abgeholzt. Die Wälder sind Lebensraum und Quelle des Lebens für viele Völker und Tiere. Ohne sie wäre das Leben auf unserer Erde nicht möglich. Die starke Nachfrage nach billigem Holz ist ein starker Motor für die illegale Abholzung und hat die Ausrottung seltener Arten, die Zunahme von Korruption und des organisierten Verbrechens zur Folge. Illegaler  Holzeinschlag - lohnend für Händler?

 

Das EU Parlament hat sich schon im Mai für schärfere Maßnahmen gegen illegale Holzimporte ausgesprochen. Jetzt haben sich der EU Ministerrat und die Kommission der Sache angenommen, doch Gegenstimmen kommen vor allem von Mitgliedsstaaten, in denen die Holzindustrie eine große Rolle spielt. Sie versuchen nun, die wichtigen Kontrollen aufzuweichen.

Weiterhin wurden Maßnahmen zur Rückverfolgbarkeit der Holzhandelsströme und eine verbindliche Bestrafung beim Handel mit illegalen Hölzern beschlossen.

Ziel des neuen Holzhandels-Gesetzes ist die Reduzierung der illegalen Abholzung. Das Gesetz soll verhindern, dass sich das illegal geschlagene unter das legal gefällte Holz mischt, sobald es auf dem EU-Markt zur Verfügung steht.
Schätzungen zufolge stammen 20-40% der globalen Holzproduktion aus illegalen Quellen. Jährlich fließen etwa 10-15 Milliarden Euro in die Taschen der Holzmafia.

 

Dass solche Gesetze durchaus positive Wirkung haben, ist am Beispiel der USA erkennbar, doch die EU ist weltweit einer der größten Holz-Importeure und solange der illegale Holzhandel nicht unterbunden wird, bleibt sie direkt für einen Anteil von 3 Milliarden Euro in diesem Schwarzmarkt verantwortlich.
Die Auswirkungen dieser Industrie auf Gesellschaft und Umwelt sind verheerend und führen zu Geldwäscherei, Korruption und Gewalt. Illegale Waldvernichtung gefährdet unsere Umwelt und raubt Menschen und Tieren ihren Lebensraum.

Letztes Jahr haben Holz-Konzerne versucht, das Verbot zu verwässern und in Zusammenarbeit mit Holz-Importeuren haben sie es geschafft, die Gesetzgebung maßgeblich zu verzögern. Doch dieses Jahr hat das EU-Parlament noch strengere Gesetze verabschiedet und sowohl einige Sektoren der Holzindustrie als auch Länder wie Großbritannien, Dänemark, Belgien und Spanien unterstützen das Verbot. 


Dieses EU-Holzhandels-Gesetz verbessert auch die Marktbedingungen für nachhaltig erzeugte Hölzer:
Der Handel mit illegalem Holz schädigt die nachhaltige Waldbewirtschaftung, da illegal geschlagenes Holz meist zu Discountpreisen gehandelt wird. Häufig werden Waldeigentümer, Sozialleistungen und Wiederaufforstung bei illegalen Abholzungen nicht bezahlt. Wie so oft trägt dann die Gesellschaft die volkswirtschaftlichen Kosten.


Quellen:




Veröffentlicht am 10. Juni 2010



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